Küchen und Katastrophenschutz
Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Woche war ich zwei Tage für eine Fortbildung unterwegs. In dieser Zeit konnte ich keine Termine im Landkreis wahrnehmen. Dafür waren die restlichen Tage, die ich regulär im Büro war, vollgepackt mit wichtigen Terminen und Besprechungen.
Das vergangene Wochenende begann mit einem besonderen Ereignis: dem 475-jährigen Jubiläum der Stadt Ottweiler. Der Festakt war verbunden mit einer beeindruckenden Zeitreise durch die Geschichte der Stadt, die heute vor allem als touristisches Kleinod strahlt.
Am Samstagabend war ich in Sachen Fastnacht unterwegs und hielt bei den Illraketen in Wemmetsweiler eine Büttenrede. Die Sitzung war sehr schön. Es wurde auch wieder deutlich, wie sehr sich unsere Karnevalsvereine im Bereich der Jugendarbeit engagieren.
Ein weiteres Highlight war die Gründungsfeier der neuen Kirchengemeinde „Evangelisch Mittendrin“, die in der Christuskirche in Neunkirchen ausgerichtet wurde. Die Kirchengemeinden Elversberg, Heiligenwald und Neunkirchen haben sich zum Jahreswechsel zu einer Kirchengemeinde zusammengeschlossen– ein Prozess, der viel Zeit und Engagement erfordert hat. Der Festgottesdienst machte deutlich, wie groß die Gemeinsamkeiten dieser Gemeinden sind und welche Chancen sich aus dieser Fusion ergeben. Ein beeindruckendes Beispiel für Zusammenarbeit und gelebten Glauben.
Der Montagmorgen begann mit einer internen Besprechung zu einem wichtigen Thema: den dringend benötigten Kita-Plätzen. Hier sind wir im Landkreis auf einem guten Weg, aber es bleibt noch viel zu tun.
Im Anschluss durfte ich an der Einweihung der neuen Schulküche der GGS Neunkirchen in der Haspelstraße teilnehmen. Rund 87.000 € wurden investiert, um den Schülerinnen und Schülern eine moderne und funktionale Küche zur Verfügung zu stellen. Gemeinsam mit den Kindern konnte ich mich davon überzeugen, wie viel Freude die neue Küche bereitet. Solche Maßnahmen tragen dazu bei, die Lernbedingungen nachhaltig zu verbessern. Mein Dank gilt an dieser Stelle unserer Bauverwaltung und dem Schulamt, die diese Baumaßnahme möglich gemacht haben.
Am Nachmittag stand ein weiterer spannender Termin an: ein Besuch des sogenannten Pharma-Campus in Schiffweiler. Der Austausch mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Ahmad Mansour und Betriebsleiter Thomas Engler sowie die Einblicke in die Arbeit waren äußerst bereichernd. Am Standort Nußkopf in Schiffweiler erhielt ich beim Rundgang durch den Campus gemeinsam mit Bürgermeister Cedric Jochum und Wirtschaftsförderer Klaus Häusler spannende Einblicke in die dortigen Abläufe und Strukturen. In den letzten Jahren sind dort auf 36.000 Quadratmetern mehrere spezialisierte Unternehmen entstanden, die Kompetenzen bündeln und eng miteinander zusammenarbeiten, sodass nahezu alle Dienstleistungen angeboten werden können, die in der Pharma-Industrie von Relevanz sind. Mit dem Slogan „Aus einer Hand – an einem Standort“ wird kurz zusammengefasst, was diese Unternehmensgruppe ausmacht: von der Entwicklung, über die Herstellung, den Großhandel, die Umpackung, Serialisierung bis zur Logistik, auch von Kühlware, bieten sie den Kunden eine Rundum-Lösung, was sie zu einem der führenden Dienstleister im Pharmabereich macht. Durch die Corona-Pandemie erlebte das damals noch kleine Unternehmen einen regelrechten Schub. So war die TempTrans, das Logistikunternehmen der Gruppe, das einzige Unternehmen deutschlandweit, das als spezialisierter Kühlboxenaufbereiter für einen namenhaften Impfstoff-Hersteller tätig werden konnte.
Vielen Dank für die Zeit und die Möglichkeit, dieses Aushängeschild des Landkreises besser kennenzulernen!
Auch der Dienstag war geprägt von besonderen Begegnungen und wichtigen Entwicklungen in unserem Landkreis.
Am Vormittag durfte ich zwei langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu ihrem 25-jährigen Dienstjubiläum gratulieren. Solche Jubiläen sind immer wieder ein schöner Anlass, Dankbarkeit und Anerkennung für treue und engagierte Arbeit auszusprechen. Es sind die Menschen, die mit ihrem täglichen Einsatz unser Verwaltungshandeln überhaupt möglich machen – hierfür gebührt ihnen großer Respekt und Dank.
Im Anschluss ging es zum Technisch-Gewerblichen Berufsbildungszentrum (TGBBZ) Neunkirchen, wo der neue Pausenverkauf feierlich seiner Bestimmung übergeben wurde. Wie ich bereits an anderer Stelle berichtet habe, wurde unser TGBBZ grundlegend saniert, und dazu gehört auch der Pausenverkauf, der für eine Berufsschule von großer Bedeutung ist.
Hier haben wir einen Betreiber gefunden, der ein ausgewogenes Angebot bereitstellt und sogar umliegende Schulen versorgt. Es freut mich sehr, dass wir diesen wichtigen Schritt für die Schulgemeinschaft erfolgreich umsetzen konnten.
Am Nachmittag stand ein Besuch bei der Großtagespflegestelle „Kükennest am Hüttenberg“ auf dem Programm. Dieses Projekt wurde gemeinsam mit dem Träger 3B Begleiten-Bilden-Begegnen Verbund umgesetzt, einem Unternehmen mit über 50 Jahren Erfahrung in der Bildung und umfangreicher Kompetenz im Bereich Jugendhilfe.
Der 3B Verbund, mit rund 300 Mitarbeitenden in sieben Unternehmensbereichen, ist unter anderem in der Schulsozialarbeit, der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe sowie der Kindertagespflege aktiv. Die Großtagespflegestelle „Kükennest am Hüttenberg“ in unserem Landkreis ist die erste ihrer Art. Die durch den Landkreis angemieteten Räumlichkeiten bieten optimale Bedingungen sowohl für die Kinder als auch für das Personal.
Mit diesem Angebot tragen wir dazu bei, die dringend benötigten Betreuungsmöglichkeiten weiter auszubauen. Ein herzliches Dankeschön an den Träger, die Mitarbeitenden und unser Kreisjugendamt unter der Leitung von Stefan Will für ihr Engagement und die hervorragende Zusammenarbeit.
Der Dienstag endete mit einer besonders erfreulichen Aufgabe, nämlich mit der Übergabe von Fahrzeugen und wichtigem Material aus dem Bereich des Katastrophenschutzes an Einheiten der Feuerwehr und der DLRG.
Die Übergabe fand in Anwesenheit des Bürgermeisters der Gemeinde Spiesen-Elversberg, Bernd Huf, des Beigeordneten der Gemeinde Illingen, Michele Rossi, unseres Kreisbrandinspekteurs Michael Sieslack sowie weiterer Vertreterinnen und Vertretern der Feuerwehr und der DLRG statt.
Rund 410.000 Euro investiert der Landkreis dank der Unterstützung von Bund und Land, um den spezifischen Anforderungen des Katastrophenschutzes gerecht zu werden. Solche Investitionen sind von großer Bedeutung, denn die jüngsten Ereignisse haben uns erneut gezeigt, wie wichtig eine gut ausgestattete und schlagkräftige Gefahrenabwehr ist. Mit den Fahrzeugen, tragbaren Stromerzeugern, Netzersatzanlagen, Pumpen und mobilen Sirenen können die Einsatzkräfte noch effizienter arbeiten. Denn ihre Arbeit ist nicht nur unverzichtbar, sondern auch ein Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.
Der Landkreis Neunkirchen und der Kreistag werden diesen Weg konsequent weitergehen, um auch in Zukunft die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu gewährleisten. Mein Dank gilt allen, die sich täglich für den Schutz und die Hilfe in Notlagen einsetzen – sei es bei der Feuerwehr, der DLRG oder anderen Hilfsorganisationen.
Nach den Terminen der letzten Tage stand am Mittwoch Schreibtischarbeit auf der Agenda. Auch gab es zahlreiche Rücksprachen. Ein Thema war beispielsweise die IT und die Herausforderungen in diesem Bereich. Hier leistet das Team von Matthias Günder engagierte Arbeit. Auch dieses Jahr soll unsere Kreisverwaltung wieder ein Stück weit digitaler werden. Am Nachmittag fand die Auftaktveranstaltung der Sparkasse statt, bei der ich mit einem Videostatement vertreten war.
Am Donnerstag und Freitag besuchte ich eine Fortbildungsveranstaltung.
Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende!
Ihr Landrat Sören Meng